Project Description

Schaumeiler der Köhler

Kontakt:
Arbeitsgemeinschaft Walhauser Vereine
Horst Künzer (1. Vorsitzender)
Türkismühler Str. 6
66625 Nohfelden-Walhausen

Telefon: +49 6852 81230

06852/81230



www.ag-walhausen.de

Der über 2 m hohe Schaumeiler der Köhler im Walhauser Buchwald erinnert an die Holzkohlenherstellung in vorindustrieller Zeit zwischen 1454 und 1794. Die Holzkohle war zu dieser Zeit wichtigster Energielieferant und wurde in großen Mengen für das Schmelzen von Kupfererzen zur Verhüttung benötigt.

Die erste urkundliche Erwähnung zum Abbau von Kupfererzen in Walhausen ist aus dem Jahr 1454. Diese Kupferader von ca. 50 km Länge erstreckt sich entlang der Nahe bis etwa nach Kirn und ist auf die rege Vulkantätigkeit in der Permzeit zurückzuführen.

Um eine einzige Tonne Erz zu schmelzen, wurden bis zu sieben Tonnen Holzkohle benötigt. Je nach Qualität des Holzes waren dafür um die 90 Raummeter Holz erforderlich. Die Holzkohlenmeilerei erfuhr durch den hohen Bedarf eine beträchtliche Bedeutung. Im weiten Umkreis um die Erzverhüttung entstanden zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert viele Kohlenmeiler, die noch heute im Bereich des Buchwaldes erkennbar sind. Die Arbeit der Köhler war beschwerlich. Viele Tage lang überwachten sie die Kohlenmeiler und wohnten auf engstem Raum zusammen in Hütten weitab ihrer Familien.

Mit Beginn des Steinkohlenbergbaus im 19. Jahrhundert war die Holzkohlenerzeugung jedoch nicht mehr rentabel und wurde eingestellt.

Der hohe Holzbedarf veränderte auch die Waldlandschaften. Das Buchenholz spielte für die Holzkohlengewinnung eine große Rolle. Deshalb wurde dieser Baum forstwirtschaftlich in seinem Wuchs sehr stark gefördert und prägt bis heute das Bild der Staatswälder im Bereich Nohfelden.

In Erinnerung an die Kohlemeilerei findet alle fünf Jahre in Walhausen am Schaumeiler das traditionelle Köhlerfest statt.