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„Faszinierendes Benin“ – Ausstellung vom 13. Juli bis 30. September im Rathaus

13. Juli - 30. September

Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich der gemeinnützige Verein EFB (Entwicklungsförderung Benin) in dem kleinen westafrikanischen Staat Benin, dessen Fläche etwa einem Drittel der von Deutschland entspricht. Nicht zu verwechseln mit dem Königreich Benin, das im heutigen Nigeria liegt.

Seine Nachbarn sind – von Westen nach Osten: Togo, Burkina Faso, Niger und Nigeria. Mit dem Golf von Guinea hat es eine nur 121km lange Atlantikküste

Die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 650 km, die größte West-Ost-Ausdehnung 320 km.

Hauptstadt ist Porto Novo, der Regierungssitz befindet sich jedoch in der Küstenmetropole Cotonou, dem Wirtschaftszentrum der größten Stadt des Landes mit ca.680 000 Bewohnern.

Die Gesamteinwohnerzahl beläuft sich auf 14,46 Millionen (Stand 2024)

Die Amtssprache ist Französisch, ein Relikt aus der Kolonialzeit, daneben gibt es noch ca. 60 verschiedene regionale Sprachen.

In Benin kennt man keine Jahreszeiten sonder nur Trocken- und Regenzeiten, unterschiedlich verteilt auf den Norden und Süden.

Die lange, wechselvolle Geschichte des Landes führt von Spuren aus der Steinzeit über verschiedene kleinere Stämme, die ab dem 16. Jahrhundert bis Anfang des 19. Jahrhunderts das immer stärker werdende Königreich Dahomey bildeten.

Um 1830 stand das Land unter französischem Protektorat, wurde nach dem militärischen Sieg Frankreichs 1984 französische Kolonie und am 01.08.1960 in die Unabhängigkeit entlassen und gab sich den Namen „Benin“.

Nach verschiedenen Staatsstreichen wandte sich das Land der marxistisch-leninistischen Politik zu, die 1989 endgültig zugunsten eines demokratischen Neuanfangs aufgegeben wurde.

Seit dieser Zeit ist Benin eine präsidentielle Republik.

Trotz vieler Anstrengungen und einigen Erfolgen gehört Benin immer noch zu den ärmsten Ländern der Erde. Durchschnittliches Bruttoeinkommen pro Jahr:  1.430 $, das entspricht 3,92$/Tag, fast die Hälfte der Menschen  kommt nur auf ca. 2$/Tag.

Auf Grund der hohen Auslandsverschuldung kann Benin nicht an internationalen Entwicklungsprogrammen teilnehmen, weil es die zu entrichtende Eigenbeteiligung nicht aufbringen kann.

Deshalb ist gerade unter diesem Gesichtspunkt die punktuelle Förderung der zahlreichen im Land tätigen gemeinnützigen Organisationen wichtig, so auch die des EFB, der mit auf die Region zugeschnittenen Projekten seine Partnergemeinde Copargo im nördlichen Teil des Landes unterstützt.

Auch wenn es hoffnungsvolle Fortschritte im Bildungs- und Gesundheitssystem gab, sind immer noch erhebliche Mängel zu verzeichnen.

Das Schulwesen folgt dem französischen Modell: 6 Jahre Grundschule, (Schulpflicht), 4 Jahre weiterführende Schule und drei Jahre bis zum Abitur. Nur die wenigsten erreichen die Hochschulreife und noch weniger schaffen den Sprung in die Universität Abbomey Calavi, nördlich von Cotonou.

Im Norden des Landes ist trotz Schulpflicht die Teilnahme am Unterricht am geringsten sodass die Analphabetenrate bei den Erwachsenen ( mehrheitlich bei Frauen) immer noch ca. 58% beträgt.

Da ist das seit Jahren bestehende EFB-Projekt  „Alphabetisierungskurse für Erwachsene ein wichtiger Grundpfeiler im Gesamtangebot der unterstützenden Maßnahmen, was sehr dankbar angenommen  und stark frequentiert wird.

Ein Schwerpunkt der Arbeit des EFB liegt deshalb in der Förderung von ausschließlich Mädchen über ein Patenprogramm (Dauer der Patenschaft: mind. 3 Jahre, Kosten: 160€/ Jahr, um mit zu helfen den Teufelskreis: keine Bildung-kein berufliches Auskommen- Armut-Krankheit-geringe Lebenserwartung, zu durchbrechen.

Ebenso lückenhaft ist das Gesundheitssystem vor allem im ländlichen Bereich, es mangelt an Krankenhäusern, Ambulanzen, medizinischem Personal und Medikamenten, was besonders dramatisch ist bei der Malaria, die häufigste Erkrankung.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Menschen, dort, wo medizinische Versorgung ab und an existiert, sich diese nicht leisten können.

Deshalb war es ein großer Schritt nach vorne, dass der EFB an einem großen Projekt, vornehmlich durchgeführt von staatlichen Organisationen (GIZ und BMZ), dem saarländischen Bildungsministerium und dem deutschen Optikerverband mitwirken konnte:

Seit 2025 gibt es die Möglichkeit der Ausbildung zum „Optiker/in“, ein Berufsbild, das bis jetzt in Benin nicht existierte. Zurzeit werden in einem dreimonatigen Kurs die Grundkenntnisse vermittelt, mit denen die Ausgebildeten eine Grundversorgung im Rahmen der Augenheilkunde, gemeinsam mit einem Augenarzt zu bezahlbaren Preisen gewährleisten können. Das ist natürlich nicht vergleichbar mit einer deutschen Optiker-Ausbildung, doch es ist ein guter Anfang. Dieses neue Berufsbild soll demnächst staatlich anerkannt werden.

Trotz aller geschilderten Mangelsituationen darf nicht vergessen werden, dass die Menschen in diesem Land eingebettet sind in eine jahrhundertalte, vielgestaltige Kultur, die sie als wertvolle Tradition weiterhin pflegen Gleichzeitig zeugen ihre vielfältigen künstlerischen Gestaltungen von einer regen Teilnahme am aktuellen kulturellen Leben und ihrer Weltoffenheit.

Mit einer –hoffentlich repräsentativen- Auswahl- von Fotos möchte der EFB den Besuchern der Ausstellung einen Eindruck über den kleinen Staat am Golf von Guinea vermitteln, der uns so ans Herz gewachsen ist.

Jeder Besuch in diesem wunderschönen Land mit seinen außergewöhnlichen Menschen lässt seine Besucher reich beschenkt und etwas bescheidener in seine komfortable Heimat zurückkehren.

Kontaktdaten

Renate Schiestel-Eder
Tel.06841-9937774
Mobil: 0159 05232559
Die Ausstellung „Faszinierendes Benin“ ist vom 13. Juli bis zum 30. September 2026 während der Öffnungszeiten im Rathaus der Gemeinde Nohfelden zu besichtigen.

Auf Wunsch erfolgt mit Terminabsprache gerne-natürlich kostenlos- eine Führung durch die Ausstellung, bei der die Exponate näher erläutert werden.

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