Kommunale Wärmeplanung




Veröffentlichung der Kommunalen Wärmeplanung (KWP)

Mit dem am 1. Januar 2024 in Kraft getretenen „Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze“ ist die kommunale Wärmeleitplanung (KWP) eine verpflichtende Maßnahme für alle Städte und Gemeinden geworden.

Um den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinden schnell und fundiert Klarheit darüber zu verschaffen, wie die zukünftige Wärmeversorgung aussehen kann, haben sich die Gemeinden Nonnweiler, Nohfelden, Namborn, Marpingen, Oberthal, Tholey und Freisen zusammengeschlossen und einen gemeinsamen Förderantrag zur Finanzierung der kommunalen Wärmeplanung beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz eingereicht und bewilligt bekommen.

Nach dem Erhalt des Zuwendungsbescheides wurde die Firma greenventory GmbH in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger energis GmbH beauftragt, den kommunalen Wärmeplan für die Gemeinde Nohfelden zu erstellen. Dieser wurde nun abschließend vorgelegt und vom Gemeinderat beschlossen.

Die Ergebnisse des Wärmeplans lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Aktuell sind ca. 85% der Gebäude in der Gemeinde fossil beheizt. 68 % der Gebäude sind mit Heizöl versorgt, 17% mit Erdgas. Ein Erdgasnetz wird nur in Teilbereichen von 6 Ortsteilen betrieben.

Durch diese Faktenlage wird deutlich, dass eine netzgebundene Versorgung der Gebäude, ob mit Gas oder in Form von alternativ betriebenen, flächendeckenden Nahwärmenetzen in Zukunft in Nohfelden keine Rolle spielen wird. Somit wird auch in Zukunft der größte Teil der Gebäude über dezentrale Wärmeversorgungslösungen beheizt werden müssen. Im Ergebnis der Wärmeplanung steht daher die Einzelversorgung der Gebäude mit den verschiedenen Arten von Wärmepumpen an erster Stelle.

Der kommunale Wärmeplan der Gemeinde Nohfelden wird interessierten Bürgerinnen und Bürgern am 10. Februar 2026, um 18 Uhr, im Gemeindehaus in Sötern vorgestellt. Herr Martin Backes von der energis wird einen kompakten Überblick über die Ergebnisse des kommunalen Wärmeplans geben. Danach wird ein Referent der Verbraucherzentrale die Wärmeplanung aus Sicht der Bürger*innen einordnen und wissenswerte Informationen zur Wärmeversorgung der Zukunft geben.

Um die Bürger*innen der Gemeinde bei den Entscheidungen über die zukünftige Wärmeversorgung ihrer Immobilien zu unterstützen, sollen in einer kreisweiten Kampagne, zur Begleitung der Wärmewende, in den kommenden Jahren regelmäßig Informationsveranstaltungen und Beratungen angeboten werden. Im Rahmen dieser Veranstaltungen soll über zukünftige Heizungssysteme, Gebäudesanierungen und Unterstützungsleistungen (Förderprogramme, Energieberatung etc.) informiert werden.

Hier finden Sie den Wärmeplan der Gemeinde Nohfelden, sowie die zusammenfassende Abschlusspräsentation:

Abschlussbericht zum Download

Abschlusspräsentation zum Download

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert das Projekt im Rahmen der Kommunalrichtlinie (KRL) als „Verbundprojekt: KSI: Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung für die Gemeinde Nohfelden im Verbund mit 6 weiteren Gemeinden im Landkreis St. Wendel“ in der Gemeinde Nohfelden im Zeitraum 01.07.2024 –30.06.2025 mit 100,00 v. H. der zuwendungsfähigen Ausgaben in Höhe von höchstens 68.000,- Euro.  Förderkennzeichen: 67K27160A Projektträger ist die Zukunft –Umwelt –Gesellschaft (ZUG) gGmbH, Stresemannstraße 69-71, 10963 Berlin: (www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie).

Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links

https://waermeplaene.de/nohfelden/

https://www.saarland.de/mwide/DE/portale/waermewende/home

KONTAKT

Sarah Welter
Sarah Welter
Telefon:
(0 68 52) 885-222



Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.