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Vorsicht vor Taschendieben

In der vergangenen Woche wurde durch das Landespolizeipräsidium des Saarlandes die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das vergangene Jahr veröffentlicht. Einzelne Kriminalitätsbereiche dieser Statistik werde ich in den nächsten Monaten hier im Gemeindenachrichtenblatt vorstellen. Dabei will ich die in der Regel immer wieder angewandten Arbeitsweisen der Straftäter erklären und Tipps geben, wie man sich vor diesen Ganoven schützen kann.           
Die aktuelle PKS zeigt einen sehr starken Anstieg der Fallzahlen im Bereich des Taschendiebstahls. So stiegen im Saarland diese Diebstähle von 1299 Fällen im Jahr 2013 auf nun 2247 Fälle im vergangenen Jahr. Dies war eine Steigerung von 73 %.
Wo und wie schlagen die Taschendiebe zu?        
Taschendiebstähle werden bevorzugt an Örtlichkeiten begangen, an denen viele Menschen zusammenkommen und dichtes Gedränge herrscht (z.B. Fußgängerzonen, Einkaufszentren, Oster- u./o. Weihnachtsmärkten, öffentliche Verkehrsmittel und Haltestellen).Als Opfer sind überwiegend Frauen als Handtaschen- und Rucksackträgerinnen festzustellen, aber auch Männern werden Geldbörsen aus den Hosen- und Jackentaschen gezogen.
Oft werden in den entwendeten Geldbörsen neben dem Bargeld auch Führerschein, Personalausweis, Fahrzeugschein, Krankenversicherungskarte, Bank- und Kreditkarte usw. mitgeführt. Daher ist die Schadenshöhe bei einem Geldbörsendiebstahl meist erheblich, weil neben dem entwendeten Geldbetrag die Wiederbeschaffungskosten für die Dokumente mit eingerechnet werden müssen und oft lange Zeit in Anspruch nehmen.         
Arbeitsweisen der Täter:    
Rempel-Trick: Das Opfer wird im Gedränge angerempelt oder „in die Zange“ genommen. Der Komplize bleibt plötzlich stehen. Während das Opfer auf den Komplizen aufläuft und dadurch abgelenkt wird, entwendet der „Zieher“ die Wertsachen der ahnungslosen Opfer.
Drängel-Trick: In stark frequentierten Bussen oder Bahnen rückt der Taschendieb unangenehm dicht an das Opfer heran. Der Dieb drängelt so lange, bis das Opfer ihm ärgerlich seinen Rücken zuwendet und sich die mitgeführte Hand- oder Umhängetasche „griffbereit“ darbietet.           
Beschmutzer-Trick: Insbesondere nach einem Bankbesuch wird das Opfer „versehentlich“ mit Eis, Ketchup oder ähnlichem beschmutzt. Der Täter und seine Komplizen zeigen sich „hilfsbereit“. Beim wortreichen Reinigungsversuch verschwindet das zuvor abgehobene Geld.
Bettel-Trick: Dieser Trick wird vorwiegend von Kindern angewendet. Dabei wird dem Opfer ein Pappschild mit der Bitte um eine Spende vorgehalten. Während das Opfer bereitwillig nach Kleingeld im Münzfach der Geldbörse sucht, zieht der Täter abgedeckt durch das Pappschild die Banknoten aus dem Scheinfach. Auch der Griff in die offene Handtasche ist denkbar.
Geldwechsel-Trick: Der Täter bittet das Opfer, eine bestimmte Münze zu wechseln. Sobald das Opfer nach dem passenden Geldstück im Münzfach sucht, lenkt der Täter das Opfer ab, indem er sein Geldstück in das Münzfach wirft. Beim wortreichen Gespräch wechseln die Banknoten seinen Besitzer.        

Wie schütze ich mich vor Taschendieben?

  • Nehmen Sie nur soviel Bargeld mit, wie Sie voraussichtlich benötigen.
  • Bewahren Sie niemals EC-Karte und persönliche PIN-Nummer zusammen auf.
  • Zählen Sie Ihr Bargeld nicht in der Öffentlichkeit, für andere Personen erkennbar, nach.
  • Führen Sie Geld, Papiere, Kreditkarten und andere Wertsachen dicht am Körper. Benutzen Sie dazu verschlossene Innentaschen der Kleidung, einen Brustbeutel, einen Geldgürtel o. ä.
  • Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sich diese unter den Arm.
  • Lassen Sie Ihr Gepäck und sonstige Wertgegenstände nie unbeaufsichtigt.
  • Legen Sie Bekleidung nie mit Wertsachen an der Garderobe oder über den Stuhl ab.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie angerempelt werden, Ihre Kleidung scheinbar unbeabsichtigt beschmutzt wird.

Weitere Informationen zum Taschendiebstahl, aber auch zu anderen interessanten Kriminalitätsbereichen werden in Vorträgen (teils mit Film) angeboten. Anfragen an den Seniorensicherheitsberater der Gemeinde Nohfelden, Dietmar Böhmer, Tel. 06852-1415).

erstellt:

April 2015

 

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